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Im Oktober haben wir die Petition „Chancengerechtigkeit durch Finanzbildung: Finanz-PISA für Deutschland!“ gestartet – mit einem klaren Ziel: Deutschland soll erstmals am freiwilligen Finanzmodul der internationalen PISA-Studie der OECD teilnehmen. Innerhalb weniger Wochen hat unsere Petition über 100.000 Unterschriften gesammelt.
Ein klares Signal an die Politik. Vielen Dank für Ihre Unterstützung! Dass wir in kurzer Zeit über 100.000 Unterschriften gesammelt haben, zeigt klar: Die Menschen wollen, dass Deutschland endlich beim Finanz-PISA Test mitmacht. Nur so können wir verstehen, wo Jugendliche in Sachen Finanzkompetenz wirklich stehen und welche Gruppen besonders Unterstützung brauchen – um anschließend gezielte Maßnahmen zur Verbesserung der finanziellen Allgemeinbildung ergreifen zu können. Viele von Ihnen haben unsere Petition unterstützt, sie geteilt und in Ihren Netzwerken sichtbar gemacht. Damit haben Sie maßgeblich zum Erfolg dieser Petition beigetragen. Vielen Dank! Was ist seither passiert? Wir haben die gesammelten Unterschriften letzte Woche im Rahmen der sechsten Bildungsministerkonferenz (BMK) in Berlin überreicht – gemeinsam mit der Forderung, die Finanzkompetenz Jugendlicher endlich durch die OECD messen zu lassen. Wie wichtig das Thema ist, wurde auch auf der anschließenden Pressekonferenz deutlich: Simone Oldenburg, Vorsitzende der Kultusministerkonferenz und Bildungsministerin von Mecklenburg-Vorpommern, sprach sich auf Nachfrage von Finanztip ausdrücklich dafür aus, dass Deutschland an Finanz-PISA teilnimmt. Darüber müsse Mitte 2026 entschieden werden, so Oldenburg.
Wie geht es nun weiter?
Auf der nächsten BMK im März 2026 können die für Bildung zuständigen Landesministerinnen und -minister und Senatorinnen und Senatoren eine Teilnahme diskutieren. Die Anmeldung muss verbindlich bis Mitte 2026 bei der OECD eingehen, damit Deutschland 2029 an der Untersuchung teilnehmen kann. Umso wichtiger ist es, dass die Bildungsministerinnen und -minister diese Chance nutzen. Sollte Deutschland die Anmeldung 2026 nicht wahrnehmen, bietet sich die nächste Möglichkeit der Teilnahme erst wieder irgendwann in den 2030er-Jahren – und wertvolle Jahre für die Förderung junger Menschen im Bereich der finanziellen Bildung gingen verloren. Angesichts der nach wie vor hohen Vermögensungleichheit in Deutschland (Bundesbank 2025) und der steigenden Abhängigkeit des Bildungserfolgs junger Menschen von der Vermögens- und Einkommenssituation des Elternhauses (ifo Institut 2025) ist frühe Finanzbildung heute wichtiger denn je. Weitere Informationen Zur Finanztip-Petition “Chancengerechtigkeit durch Finanzbildung: Finanz-PISA für Deutschland!”
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